Der Brautstrauß...

# Warum schenkt MANN der Braut überhaupt Blumen zur Hochzeit?

Wie sollte es auch anders sein liebe Männer, ihr verdankt das blumige I-Tüpfelchen für eure Liebste, der griechischen Liebesgöttin "Aphrodite". Sie verkörpert Liebe, Schönheit und sinnliche Begierde, Wachsen und Entstehen und welcher Mann würde diese Eigenschaften nicht auch gern seiner Auserwählten zuschreiben?!

 

Schon in der Antike weihte man "Aphrodite" die "Myrte". Ihre Zweige galten als das Symbol für Jungfräulichkeit, Lebenskraft und viele gesunde Kinder. Sie bedeutete Liebe bis über den Tod hinaus und so schmückte man die Bräute der Antike mit einem Kopfkränzchen aus Myrtenzweigen, um sie damit zu segnen.

 

Daraus entwickelte sich das Brauchtum, aus den frischen Zweigen des Braut-Myrtenkränzchen ein Pflänzchen zu ziehen, was dann mit großer Sorgfalt, über Jahrzehnte gepflegt und gehegt wurde. Die auf diese Weise gezogene gesunde und kräftige  Myrtenpflanze, war das Symbol für eine fruchtbare und beständige Ehe. Aus dieser Zeit stammt auch der Spruch: "Wer Myrten baut, wird niemals Braut!" ~ Denn Myrten zu ziehen, war das Privileg der verheirateten Frauen. Wen wundert es da, dass die Myrte somit auch als eine der ältesten Zimmerpflanzen gilt.

# Vom Myrtenkränzchen über Diademe und Kronen zum Brautstrauß...

Das Brauchtum des Braut-Myrtenkränzchen wurde über die Jahrhunderte immer weiter verfeinert. Aus dem schlichten Kopfschmuck der Antike, entwickelten sich im Mittelalter aufwendige "Brautdiademe" und "Brautkronen".

 

Um die Brautleute weiter zu verzieren, kamen Anstecker aus Myrtenzweigen, Schulterschmuckranken oder Taillenranken für die Braut und kleine Schmucksträußen für den Schleier hinzu.

 

Myrte blieb aber über lange Zeit hinweg das Hauptbindegrün des Hochzeitsblumenschmucks. Aber auch andere magische Kräuter und Gewürze, wie Rosmarin oder Weinraute, wurden schon seit dem Mittelalter in den Brautschmuck als Glücksbringer integriert.

 

In der Literatur fand das "Brautbouquet" gegen 1840 seine erste Erwähnung. Daher prägte die Biedermeierzeit entscheidend den Brautstrauß und seine Form.

 

Es wurde zwischen dem "Brautbouquet", dass mit Band und einer Manschette aus Papier oder Seide versehen war und dem "Brautstrauß", der nur mit Band und Tüll  oder Spitze geschmückt wurde, unterschieden.

 

"Brautsträuße" erzielten im Durchschnitt einen Kaufpreis von ca. 60 Mark und "Brautbouquets" im Wert von 200 - 400 Mark waren keines Wegs eine Seltenheit, wie Carl Oberheitmann ein Londoner Florist von 1898 zu berichten wusste.

Ja, auch damals ließ MANN sich den Brautschmuck schon etwas kosten --- für die Liebste war eben nichts gut genug ;)

Quellenangaben:

Geschichte der Myrte - https://de.wikipedia.org/wiki/Myrte

Lehrbuch: 150 Jahre Brautschmuck von Wally Klett und Peter Assmann

 

Bildnachweis:

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