Warum überhaupt?...
Leider verwenden immer noch vielen Eltern Alaun bedenkenlos in ihrer selbstgemachten Spielknete. Obwohl es sich hierbei ganz klar um eine Chemikalie handelt, auch wenn sie nur in großen Mengen giftig ist und sie nicht giftiger als Kochsalz ist, hat sie in Spielknete nichts zusuchen! Spielknete sollte aus Sicht der Experten grundsätzlich "Lebensmittelecht" sein. Das heißt in Knete sollten keine Bestandteile enthalten die nicht für die Lebensmittelherstellung geeignet sind.
Alaun (Kaliumaluminiumsulfat)
- Alaun ist kein Lebensmittelzusatzstoff wie viele Eltern annehmen!
- Alaun (Kaliumaluminiumsulfat) KAl(SO4)2 ist ein leicht lösliches Salz der Schwefelsäure.
- Alaun kann man in der Apotheke in Salzform frei kaufen, wird aber von einigen Apothekern als giftig eingestuft!
Auch wenn Alaun an sich nur in größeren Mengen giftig ist, ebenso wie Kochsalz, sollte man bedenken: - Alaun ist eine Schleimhaut reizende Chemikalie
- Alaun brennt auf den Schleimhäuten und wirkt auf Schleimhäute und Haut im Allgemeinen zusammenziehen und kann Hautreizungen auslösen.
- Gerade bei Kleinkinder, die beim Kneten die Hände oder gar die Knete selbst in den Mund nehmen ggf. auch verschlucken, können unter Vergiftungsanzeichen wie starkes Brennen im Mund oder bei Augenkontakt, Augenbrennen leiden. Stärkere Vergiftungen können unter Umständen mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen und Schluckstörungen auslösen.
- Die unbedenkliche Verwendung von Alaun in selbstgemachter Spielknete, wurde noch nie in medizinischen Studien untersucht und darum ist es dringen anzuraten, auf die Verwendung von Alaun zu verzichten.

- Alaune werden hauptsächlich in der Papierherstellung, in der Gerberei und in der Färberei als Beizmittel eingesetzt werden. Sie finden aber auch in der Kosmetik und im Garten ihre Verwendung (Rosa blühende Hortensien z.B. bekommen blaue Blüten, wenn man ihrem Boden Alaun zusetzt :o)
- In der Kosmetik wird Alaun z.B. als „Alaunstift“ eingesetzt. Auf kleinere Schnittverletzungen aufgetragen, bewirkt Alaun das schnelle zusammenziehen der Wunde und sorgt somit für ein schnelleres verschließen der Wunde durch die Blutplättchen. Gleichzeitig behindert es dabei das Bakterienwachstum und wirkt so desinfizierend. Auch wird es in Deos eingesetzt, um die Schweißdrüsen zusammen zuziehen und somit die Schweißproduktion zu hemmen.
- Die alten Ägypter nutzen Alaun als Flammenschutzmittel um ihr Bauholz zu imprägnieren.
- weiter führender Link:
Wirkungsweise und Verwendung von Alaun

- Alaun (Kaliumaluminiumsulfat) hat eine leicht desinfizierende Wirkung und soll die Keimbildung in der Spielknete verringern.
- Seine Hauptaufgabe ist es durch seine chemischen Eigenschaften die einzelnen Bestandteile der Knete besser zu verbinden und sie geschmeidiger zumachen. Diese Eigenschaften haben aber auch die Lebensmittelzusatzstoffe Wein[stein]säure und Zitronensäure. Sie sind in ihrer Verwendung völlig unbedenklich und sollten anstatt Alaun verwendet werden.
- sie ist ungiftig * (siehe unten)
- sie ist daher schon für Kleinkinder ab 2 Jahren geeignet
- sie ist eine preisgünstige Knete
- sie ist besonders weich
- sie klebt nicht
- sie lässt sich sehr gut aus Kleidung etc. herauswaschen oder bürsten
- sie ist, luftdicht verschlossen (z.B. Tupperdose) und am Besten nach dem Gebrauch kühl gelagert, sehr lange haltbar
Spielknete - Das Rezept:
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* Grundsätzlich gilt für jede Knete die mit Kochsalz zubereitet wird, dass auch Kochsalz (NaCl) in großen Mengen aufgenommen sehr giftig ist!!!- 100 - 150 Gramm oder auch 10 Esslöffel Kochsalz (über den Tag verteilt), gelten für einen erwachsenen Menschen als tödlich. Eine andere Berechnung geht davon aus, dass 0,5 - 1 Gramm Kochsalz pro Kilogramm Körpergewicht tödlich wirken können.
- Für ein Kleinkind können schon 2 EL Kochsalz tödlich sein! Wie dieser tragische Fall von Unwissenheit zeigt: "Der Salzpudding"
- Anzeichen einer Kochsalz-Vergiftung: Anstieg des Puls, beschleunigte Atmung, Muskelkrämpfe, Durchfall, Erbrechen. Im extremen Fall können epileptische Anfälle oder Bewusstlosigkeit auftreten. Im allerschlimmsten Fall kann es jedoch zu Atem-, und Herzversagen führen.
Aber dennoch mag es auch immer wieder Kinder die der ekelhafte Salzgeschmack nicht abschreckt und das Zeug trotzdem zu essen ;o) Darum immer ein Auge auf die Kinder haben und aus Erfahrung würde ich sogar sagen, lieber eines mehr auf die ältern Kinder werfen, denn die machen daraus schon mal gern eine Mutprobe oder füttern die kleineren Geschwister damit !!!
Also bitte Kinder nie unbeaufsichtigt mit der Knete spielen lassen!
Verwandte Literatur:
• "Hände weg vom Kochsalz?, Dr. med. R. Flammer,
URL: http://www.ciqcaq.ch/Pilze/Literatur/szp/Haende_weg_vom_Kochsalz.pdf [Stand: 06.02.2010]
