Voller Worte oder wortlos?
Unsere Worte sind „Tatsachen“, sie lassen sich nicht einfach beliebig in ihrer Bedeutung austauschen. Wenn wir „Baum“ sagen, so handelt es sich nicht um etwas Erfundenes, sondern um etwas Reales, was beschrieben werden will. Diese Beschreibung ist im Falle des „Baumes“ allgemein und nicht explizit gemeint. Durch das Wortverständnis, kann ich sicher sein, dass mein Gegenüber (sofern er der Sprache mächtig ist) mich sofort versteht und das Wort „Baum“ auch ohne weitere nähere Beschreibung gänzlich verstehen kann. Zwar haben wir Menschen unterschiedliche Sprachen und Bezeichnungen entwickelt, aber die Symbolik der Worte bleibt in allen Sprachen erhalten. Sprich ein Baum bleibt ein Baum, auch wenn es im Deutschen = Baum heißt, im Englischen = tree und im Französischen = arbre. Ob aber nun die Worte tatsächlich Taschen sind, unabhängig vom Mensch oder ob sie im Laufe der Kulturentwicklung vom Menschen erfunden wurden, lässt die Geister der Sprachwissenschaftler noch immer darüber streiten.
Für das Erlernen unseres Wortschatzes (der Muttersprache), sind die ersten drei Lebensjahre die endscheidensten, mühelos und ohne großen Lernaufwand erlernen wir einige zigtausend Worte. (Eine Fremdsprache hingegen, lernen wir sehr viel langsamer.) Ein besonders interessantes Phänomen, beim Erlernen von Sprache ist, dass das Kind schon lange bevor es zusprechen beginnt, die Worte im ganzen Sinn verstehen kann. Ohne aber die Fähigkeit bzw. das Alter zuhaben in dem es abstrakt denkt, laut allgemeiner Auffassung. Denn diese Fähigkeit des „abstrakten Denkens“ bildet sich erst mit ungefähr 12 Jahren aus.
Neben der ganz allgemeinen Sprache, haben die Menschen viele erfundene Begriffe in ihrem Wortschatz übernommen, dies macht sich dadurch bemerkbar, dass sie ein Fremder die Worte der „Umgangssprache“ nicht auf Anhieb verstehen kann, obwohl er sonst die selbe Sprache spricht, so müssen ihm diese Begriffe/Worte erst erklärt werden um von ihm verstanden zu werden.
Der Wortsinn:
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Sprache und somit die Worte sind die Voraussetzung von Gedanken. Die meisten Menschen denken Abstrakt, also in Worten. Kinder hingegen denken noch in Bildern, weil sie die beim Denken entstehenden Bilder nicht ins Unbewusste verdrängen können. Um vollständig Abstrakt und somit losgelöst von festen inneren Bildern denken zu können, bedarf es der Verdrängung der anderen Sinneseindrücke ins Unbewusste. Für das Wortverständnis, brauchen wir die gleiche Voraussetzung, wie für das Zuhören können. Nämlich das wir in der Lage sind, alle anderen Sinneseindrücke um uns herum unterbewusst ablaufen zulassen, das wiederum setzt voraus, das wir uns der anderen Sinne vollkommen sicher beherrschen können.
Das Wortverständnis:
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Wenn wir es also nicht schaffen unseren anderen Sinne in den Hintergrund treten zulassen, werden wir Probleme haben aufmerksam zu zuhören und dadurch ein gutes Wortverständnis zu entwickeln. Darum ist die Schulung und Förderung eines jeden Sinnes insbesondere der „unteren und mittleren Sinne“ gerade für Kinder ganz besonders wichtig. Nur ein Kind das sich seiner unteren und mittleren Sinne ganz und gar sicher ist, wird sich seiner „oberen Sinne“ auch spielend befähigen können.
Was den Wortsinn fördert:
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Verwandte Literatur:
• Dr. Bernhard Ulrich, 02.2000 "Die Sinne als Tor zur Welt",
URL: http://www.zufruehinsleben.de/html/infos/sinne/sozial.htm [Stand: 08.08.2009]
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