Die Sonne wärmt uns das Gemüt
Wärme ist ein wichtiger Bestandteil in unserem Dasein. Der Urzustand von „Energie“ ist Wärme, sie durchdringt unseren Körper und befähigt uns so zur Bewegung, die das Überleben sichert. Der griechische Begriff érgon steht für "Werk oder Wirken" davon leitet sich das Adjektiv en-ergós ab, was „einwirkend“ bedeutet. Wärme und Energie haben somit etwas mit Umgestalten und Tätig sein zu tun. Wir benötigen Energie in vielen Bereichen unseres Lebens, sie erleichtert uns unser Leben, ermöglicht Komfort & Wohlbefinden. Dort wo Wärme ist, ist Bewegung, ist Leben. Dort wo Kälte herrscht, ist Erstarrung und Stillstand, ist Tod.
Was ist Wärme:
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Dies wird uns besonders deutlich, wenn wir zum Vergleich folgende Prozesse anschauen. Kälte oder auch Eis können Lebensprozesse verlangsamen oder ganz erstarren lassen. Wenn wir Dinge einfrieren, verlängern wir dadurch ihre Haltbarkeit, lassen die Zersetzungsprozesse anhalten und verlängern so, objektiv gesehen, ihre Lebenszeit. Wärme jedoch setzt diese Lebensprozesse wieder in Gang und beschleunigt sogar den Zersetzungs- und Alterungsprozess. Verkürzt also die Haltbarkeit, verkürzt die Lebenszeit. So könnte man also sagen, das Tätigsein (Wärme / Bewegung) in unserer Wahrnehmung die erlebte Zeit verkürzt, während die Untätigkeit (Kälte / Erstarrung) Langeweile schafft und sich die gegenwärtige Zeit endlos lange hinzieht.
Einstein veranlasste diese Beobachtung dazu, über die Zeit und ihre Qualitäten nachzudenken. Er entwickelte seine berühmte „ Relativitätstheorie “.
Wärme ist Energie und ohne die vor Jahrtausenden gespeicherte Energie in Form unserer fossilen Energiequellen, wie Mineralöl und Kohle, wäre unser heutiger Lebensstil nicht denkbar gewesen. Energie zu gewinnen, Energie zu speichern oder Energie immer in ausreichender Form verfügbar zumachen, dass sind in der heutigen Zeit wichtige, ja – überlebenswichtige Herausforderungen der Menschheit.
Wenn wir also von unserem Wärmesinn sprechen, sollten wir uns immer diese Komplexität bewusst sein. Physiologisch ist der Wärmesinn für uns alle offensichtlich. Wir wissen, dass wir unterschiedliche Rezeptoren für Wärme und Kälte in der Haut besitzen, mit denen wir die unterschiedlichen Qualitäten erspüren können. Allerdings ist diese „gefühlte Temperatur“ auch immer von unserer eigenen Körperwärme abhängig.
Der Wärmesinn:
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Wir können Wärme aber nicht nur wahrnehmen, wir selbst produzieren mit unserem Körper ständig Wärme. Im übertragenen Sinn sprechen wir auch von seelischer Wärme oder Kälte. Dies können wir auch mit unserem Wärmesinn wahrnehmen. Er befähigt uns, die Liebe und Zuneigung für Menschen und Dinge zu empfinden. Eben so wie unseren Enthusiasmus, desen Ursprung im griechischen Wort „ enthousiasmós = Besessenheit durch Gott“ liegt und ursprünglich die Inspiration durch eine göttliche Eingebung oder durch den Einfluss oder die Gegenwart eines Gottes bezeichnet. Heute meint der Begriff allgemein eine Begeisterung oder Schwärmerei für etwas, eine gesteigerte Freude an bestimmten Themen oder Handlungen, ein extremes Engagement für eine Sache oder ein mehr als durchschnittliches, intensives Interesse auf einem speziellen Gebiet.
So könnten wir sagen, dass erst der Wärmesinn uns der Liebesfähigkeit der Welt befähigt. Durch ihn erwächst ein echtes Interesse an den uns umgebenen Dingen. Denen wir uns dann, mit all unseren anderen Sinnen, voll zuwenden können. Wir tauschen so ständig (seelische) Wärme oder auch Kälte aus.
Wozu uns der Wärmesinn befähigt:
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So wie Energie physikalisch gesehen Wärme zu Grunde liegt, so erwächst aus der seelischen Wärme / Energie die Sympathiekraft oder auch Liebensfähigkeit. Durch den Wärmesinn erleben wir aber noch etwas, nämlich „die Zeit“. Betrachten wir seelische Wärme genauer, so fällt uns auf, dass wenn wir einen Menschen oder auch einer Handlungen mit Liebe oder Interesse begegnen, die Zeit gefühlt sehr viel schneller vergeht. Dadurch das wir diese Zeit für uns „sinnvoll oder voller Sinne“ nutzen, vergeht sie meist wie im Fluge, während die Zeit sich endlos lange hinzieht, wenn uns etwas missfällt, Angst macht, uns unwichtig oder langweilig erscheint. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Wärmesinn uns ermöglicht mit anderen in Sympathie zu treten und ermöglicht uns das Zeiterleben subjektiv wahrzunehmen.
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Verwandte Literatur:
• Dr. Bernhard Ulrich, 02.2000 "Die Sinne als Tor zur Welt",
URL: http://www.zufruehinsleben.de/html/infos/sinne/seelisch.html [Stand: 08.08.2009]
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