Ich kann dich einfach nicht riechen
Auch wenn einem jeden von uns der Geruchssinn bekannt ist, nehmen die wenigstens in offensichtlich wahr. Riechen tut man einfach, man kann es nicht einfach mit dem Willen unterdrücken. Gerüchen ist man ausgeliefert, ob wir wollen oder nicht z.B. in einer Bahnhofstoilette (Es sei denn, wir halten uns die Nase zu oder halten die Luft an.) Allerdings gewöhnt sich unsere Nase schnell an Gerüche und deren Wahrnehmung nachlässt. Gerüche und ihre Qualität zu definieren, sind für uns schwierig. Darum beschrieben wir sie mit den Worten aromatisch – beißend - süßlich usw. Oft bewerten wir Geruch auch nur nach angenehm oder unangenehm. Gerüche wirken unbewusst, werden aber dennoch bewusst von uns wahrgenommen. Dies macht sich die Industrie und der Handel gern zunutze, in dem sie ganze Kaufhäuser und Produkte beduften lässt und somit die Menschen über das angenehme Geruchserleben in Kauflaune zubringen. Gerüche verleiten uns zum instinkthaften Verhalten, da diese nicht von kognitiven Entscheidungen abhängig gemacht werden.
Geruchsinn:
*Bitte klicken Sie zur Vergrößerung auf das Bild*
Während im Tierreich oft der Geruchssinn der vorrangige Sinn ist und dort viele Verhaltensweisen beeinflusst und bestimmt (wie Paarung, Abgrenzung, Flucht usw.). Ist es bei uns Menschen hingegen der Sehsinn, was evtl. der Grund dafür ist, das unser Geruchsinn zunehmend verkümmert. Unsere Instinkte werden immer mehr von kognitiven Entscheidungen abgelöst. In der Kindheit haben die meisten von uns noch einen sehr gut ausgeprägten Geruchssinn, doch mit den Jahren verkümmert dieser zusehends.
Der Geruchssinn informiert uns nur selten über uns selbst. Über ihn nehmen wir hauptsächlich die uns umgebene Umwelt wahr. Aber was ist Geruch? Gerüche sind die „Duftbotschaften“ der Umwelt. Seien es die der Pflanzen, der Luft, der Tiere oder Menschen. Beim ersten Kontakten mit unserer Umwelt brauchen wir den Geruchssinn, „wir schnuppern eben in die Welt oder auch in eine Situation hinein“. Dies geschieht ganz automatisch und unbewusst. Wir bewerten unsere Umgebung darüber. Mögen wir den Geruch nicht, oder ekeln wir uns davor sogar, wenden wir uns ab. Dies wird uns oft beim Essen bewusst.
Wozu uns der Geruchsinn dient:
*Bitte klicken Sie zur Vergrößerung auf das Bild*
Im übertragenen Sinn, können wir fast instinktiv Gutes oder Schlechtes wahrnehmen. Ohne genau zu wissen warum wir so empfinden. Nicht umsonst sagt man ja auch „Den kann ich aber nicht gut riechen“. Dieser Sinn vermittelt uns unterbewusst, was für uns schlecht oder gut ist. Er warnt uns oft vor falschen Entscheidungen. Dieses bestimmte Gefühl, das man nicht ergreifen kann, aber man sicher sein kann, dass man diesem „Instinkt“ besser folgen sollte. Es gleich fast einem Schutzengel.
Naturwissenschaftlicht betrachtet, ist unsere Nase ein altes in der Natur bewehrtes Organ. Sie besteht aus vielen kleinen Nervenenden, die direkt aus unserem Riechhirn kommen. Sie alle münden in der Nasenschleimhaut.
• Mehr über den Aufbau der Nase unter dem Punkt 2.Sinn: Der Geruch.
Was den Geruchsinn fördert
*Bitte klicken Sie zur Vergrößerung auf das Bild*
zurück zu : "
seelische Sinne
"
weiter zu : "
geschmachssinn
"
Verwandte Literatur:
• Dr. Bernhard Ulrich, 02.2000 "Die Sinne als Tor zur Welt",
URL: http://www.zufruehinsleben.de/html/infos/sinne/seelisch.html [Stand: 08.08.2009]
Artikel herunterladen:
Der Geruchssinn (164 KB)
(Zum Öffnen der Datei benötigst Du einen Adobe Reader)
