Über den Winter

Bild: Wintermorgen

 

Die Wintersonnenwende läutet den Winter ein

Dem Kalender nach beginnt unsere Winterzeit, wenn die Sonne um den 21./22. Dezember, mit dem Zeitpunkt der Wintersonnenwende, in das Sternbild des Schützen eintritt. So hat sie auf unser nördlichen Halbkugel ihren Winterpunkt, also den tiefsten Stand der Sonne im Jahr erreicht. Die Erde hat sich von der Sonne abgewandt. Die Sonnenstrahlen fallen nur noch flach auf unsere Erde und haben kaum mehr die Kraft um sie zu wärmen. Die Tage sind jetzt kurz und kalt. Genau dann, wenn die Sonne ihren tiefsten Punkt im Jahr erreicht und gleichsam überschritten hat, das Tageslicht allmählich wieder zunimmt, feierten & feiern die Menschen diesen Zeitpunkt. Denn die "Wiedergeburt des Lichtes" fand in vielen Kulturen der Welt ihren eigenen Ausdruck. Die Germanen begingen es mit dem "Jul-Fest", in dem sie gebundene Stroh- oder Reisigräder dem "jol" angezündet ihre Abhänge hinunterrollen ließen und somit das Fest der "Sonnengeburt" dem Sieg über den scheinbaren Tod der Erde, durch die Rückkehr des Lichtes und der Wärme der Sonne, die Erde wieder zu neuem Leben erwachen wird.


Die Erde schläft

Unsere Erde hat im Winter alle lebendigen Kräfte in sich zurückgezogen. Sie hält ihren Winterschlaf. Sie wirkt verschlossen und fest. Der Boden unter unseren Füßen ist hart und gefroren, er gibt nicht mehr bei jedem Schritt nach. Es bilden sich Eiszapfen an den Dachrinnen und die Pfützen sind zur Freude der Kinder zugefroren. Die Erde ist, wenn sie auch nicht immer ganz mit Schnee bedeckt ist, dann finden wir sie aber jeden Morgen mit dem schönsten Raureif überzogen. Tausende kleiner Eiskristalle sitzen an den Ästen und Stängeln. Die Welt wirkt als wäre sie mit Puderzucker überzogen. Sie strahlt eine weite Ruhe aus. Die Luft ist hell und klar. Die Nächte kalt und eisig. Die Welt scheint still zu stehen. Die Einkehr in uns selbst wird im Winter leichter möglich, da uns die Natur auf uns selbst zurück wirft. Wenn wir durch frischen Schnee stampfen, können wir den knirschenden Schnee unter unseren Füßen nicht nur spüren sondern insbesondere hören. So kann ein Spaziergang im Schnee unsere Sinne ganz neu öffnen.


Schnee, Schnee, Schnee

Bild: Schneeengel

Jedes Jahr wieder, wird der Schnee von den Kindern sehnsüchtig erwartet. Sie stehend staunend am Fenster und blicken wie gebannt in den Himmel, wenn diese zauberhaften, zarten Schneekristalle am Fenster vorbei schweben. Welches Element ist schon so wandlungsfähig wie der Schnee? Er lässt sich in Tausende von Formen drücken. Man kann mit ihm riesige Schneeskulpturen oder Iglu erbauen. Das Spielen oder Sporteln im Schnee ist bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt. Während sich die Kleinsten in die noch unberührte Schneedecke sinken lassen, um ihren die schönesten Schneeengel zu machen, sausen die Größeren auf dem Schlitten die Hänge hinunter und die Erwachsenen laufen Ski. Schnee bietet für alle ein himmliches Vergnügen :o)

 

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